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Daniel Langemann, Gründer von xebro

NORDWEST eSHOP und dein eigener Shop

Den NORDWEST eSHOP einordnen und ergänzen: ERP-Anbindung für Preise, Bestände und Aufträge, OCI für Industriekunden, IDS für Handwerkersysteme. Und was zu tun ist, wenn neben dem Verbandsshop ein eigener Shop laufen soll.

Letzte Änderung: 17. September 2026

Der eSHOP der NORDWEST Handel AG ist ein fertiges Paket für Verbandshändler: Shopsystem, Produktstammdaten und Schnittstellen in einem. Der Shop lässt sich an das ERP des Fachhändlers anbinden, sodass Preise und Bestände aus dem eigenen System kommen, Aufträge dort erfasst werden und Rechnungen einsehbar sind.

Für viele Händler ist das der schnellste Weg zu einem funktionierenden B2B-Kanal. Die Frage, die danach aufkommt, ist meist eine andere: Was, wenn das Paket nicht alles abdeckt, was das eigene Geschäft braucht?

Was der eSHOP mitbringt

Drei Dinge sind aus unserer Sicht die eigentlich wertvollen:

Die ERP-Anbindung. Artikelgenaue Betriebs- und Verkaufspreise werden live aus dem ERP gezogen und im Shop angezeigt, Bestellungen landen automatisch im ERP und laufen dort direkt weiter. Für gevis ist diese Strecke ausgebaut.

Standardschnittstellen zu den Systemen deiner Kunden. Für Industriekunden SAP OCI, für Handwerkerbetriebe IDS. Das ist der Punkt, an dem ein Verbandsshop einem selbstgebauten oft voraus ist, denn diese beiden Standards sind der Grund, warum größere Kunden überhaupt elektronisch bei dir bestellen können.

Produktstammdaten. Kommen mit dem Paket, statt dass jeder Händler sie einzeln aufbereitet.

Dazu kommen praktische Funktionen wie eine Außendienstfunktion, über die Mitarbeiter unterwegs kundenindividuelle Preise und Dokumente sehen, und ein Abo-Konzept für Verbrauchsmaterial.

Warum OCI und IDS wichtiger sind, als sie klingen

Beide sind Punchout-Verfahren: Der Kunde verlässt sein eigenes System nicht. Er springt aus seiner Beschaffungssoftware heraus kurz in deinen Katalog, legt zusammen, was er braucht, und kehrt mit gefülltem Warenkorb zurück. Bestellt wird aus seinem System.

OCI stammt aus der SAP-Welt und ist der übliche Weg bei industriellen Kunden. IDS-Connect wurde von BVBS, DG Haustechnik und ZVSHK entwickelt und ist bei Handwerkerbetrieben der verbreitetere Standard; es tauscht zusätzlich Artikelstammdaten aus und löst Bestellungen direkt aus.

Praktisch heißt das: Ein Industriekunde mit SAP fragt nach OCI, ein Handwerksbetrieb mit Handwerkersoftware nach IDS. Wer nur eines davon kann, ist für einen Teil seiner Kunden nicht anschlussfähig. Das ist häufig kein Komfortthema, sondern die Bedingung, überhaupt gelistet zu werden.

Wenn neben dem Verbandsshop ein eigener Shop läuft

Das ist die Ausgangslage, in der wir meist dazukommen. Gründe dafür gibt es mehrere:

  • Ein Teil des Sortiments gehört nicht in den Verbandsshop, etwa Eigenmarken, eigene Fertigung oder Anarbeitung.
  • Ihr wollt ein Frontend, das nach eurem Haus aussieht und nicht wie das der Wettbewerber im selben Verband.
  • Bestimmte Kunden brauchen Abläufe, die das Paket nicht vorsieht.
  • Ihr wollt an eure Endkunden auch außerhalb des Verbandskanals verkaufen.

Dann stellt sich die Frage nach der Arbeitsteilung: Welches Sortiment liegt wo, welches System führt die Preise, wo meldet sich der Kunde an, und was passiert, wenn derselbe Artikel in beiden Kanälen auftaucht. Diese Fragen sind gut lösbar, aber sie sollten vorher beantwortet sein und nicht im laufenden Betrieb auffallen.

Worauf es in der Praxis ankommt

Eine Preiswahrheit. Wenn zwei Kanäle denselben Kunden unterschiedlich bepreisen, verliert ihr das Vertrauen, das ihr über Jahre aufgebaut habt. Das ERP muss die führende Quelle bleiben.

Ein Login-Konzept. Zwei getrennte Zugänge sind für den Kunden zwei Passwörter und zwei Gelegenheiten, aufzugeben.

Klare Zuständigkeit im Störfall. Wenn Preise nicht ankommen, muss ohne langes Suchen klar sein, ob es am ERP, an der Verbandsplattform oder am eigenen Shop liegt. Dafür braucht es Überwachung auf beiden Strecken.

Wie wir dabei vorgehen

Wir nehmen zuerst auf, was heute über welchen Kanal läuft, und legen mit dir fest, was so bleiben soll. Anschließend bauen wir die Strecken, die fehlen, und überwachen sie: Preise, Bestände, Aufträge und die Punchout-Wege zu euren Kunden.

Den Verbandsshop lösen wir dabei nicht ab, wenn er seine Aufgabe erfüllt. Zwei Kanäle, die sauber zusammenarbeiten, sind meist die günstigere Lösung als einer, der alles können soll.

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Daniel Langemann

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