OXOMI ist die Plattform von scireum für Lieferantenkataloge, Preislisten, Artikelmedien und Videos. Ein großer Teil der Hersteller im technischen Handel stellt seine Unterlagen dort bereit, und viele Händler nutzen ein eigenes OXOMI-Portal als zentrale Ablage für alles, was an einem Artikel hängt.
Der Nutzen entsteht aber erst dort, wo diese Inhalte im Shop ankommen: am Artikel, in der Kategorie, im Suchergebnis. Genau das ist die Integrationsaufgabe.
Was das im Shop-Alltag bedeutet
Ohne Anbindung bleibt OXOMI ein zweites Fenster. Jemand sucht dort ein Datenblatt, lädt es herunter und hängt es von Hand an den Artikel im Shop. Bei ein paar hundert Artikeln geht das. Bei mehreren tausend, mit laufenden Änderungen der Hersteller, ist es eine Dauerbaustelle.
Mit Anbindung wird daraus: Der Kunde öffnet einen Artikel und sieht Katalogseite, Datenblatt, Montageanleitung und Produktvideo direkt dort, ohne dass jemand in deinem Haus etwas hochgeladen hat.
Die vier Integrationswege
OXOMI bietet mehrere Wege, die sich in Aufwand und Tiefe deutlich unterscheiden:
Portal-Verlinkung und Deeplinks. Der einfachste Weg. Du verlinkst dein OXOMI-Portal oder ein einzelnes Dokument direkt per URL, ohne technischen Aufbau. Gut für einen schnellen Start, aber der Kunde verlässt dabei deinen Shop.
JavaScript-Integration. Der übliche Weg für Shops. OXOMI-Inhalte werden per JavaScript in die Seite eingebettet und erscheinen als Teil deines Shops. Damit lassen sich Katalogansichten, Markenübersichten, Broschüren und Videos an der passenden Stelle ausspielen.
Infoplay 2.0. Ein konfigurierbares Dialogfenster, das Produktinformationen anzeigt, sobald eine Artikelnummer angeklickt wird, auf Wunsch mit Anbindung an den Warenkorb. Technisch Bestandteil der JavaScript-Komponente. Interessant überall dort, wo Artikelnummern im Text auftauchen, etwa in Listen, Angeboten oder Suchergebnissen.
Öffentliche API. Eine REST-Schnittstelle, die Daten als JSON oder XML liefert. Sie ist die Ausweichlösung für Systeme, in denen sich kein JavaScript einbinden lässt, zum Beispiel ein ERP, ein Intranet oder ein PIM. Wer Daten dauerhaft in ein eigenes System übernehmen will, geht diesen Weg statt der Einbettung.
Umgekehrt gibt es eine Importschnittstelle, über die eigene Inhalte automatisiert nach OXOMI gespeist werden. Das lohnt sich, sobald Datenmengen groß sind oder sich häufig ändern.
Ein Termin, den du im Kalender haben solltest
Die Frontend-1.0-Integrationen sind abgekündigt. Der Support endet am 31. Dezember 2026. Wer noch auf der alten Einbindung sitzt, sollte den Umstieg auf Frontend 2.0 einplanen, bevor das Jahresende näher rückt.
Das ist kein Drama und auch kein großes Projekt. Es ist aber auch nichts, was sich von selbst erledigt, und es betrifft eine Integration, die viele Händler vor Jahren einmal eingerichtet und seitdem nicht angefasst haben.
Ob es dich betrifft, findest du in fünf Minuten selbst heraus: der Selbst-Check zum Frontend-1.0-Support-Ende listet die alten Funktionsnamen und Parameter, nach denen du in deinem Shop suchen musst.
Worauf es in der Praxis ankommt
Die Verknüpfung mit deinen Artikeln. OXOMI-Inhalte hängen an Artikel- und Herstellernummern. Wenn im Shop eine andere Nummernlogik läuft als in OXOMI, greift die Zuordnung ins Leere. Diese Abbildung sauber zu klären ist meist die eigentliche Arbeit, nicht das Einbinden selbst.
Ladezeit. Eingebettete Inhalte werden nachgeladen. Auf einer Artikelseite mit mehreren Katalogen, Videos und Datenblättern macht es einen spürbaren Unterschied, ob das im richtigen Moment passiert oder alles gleichzeitig beim Seitenaufruf.
Rechte und Sichtbarkeit. Nicht jeder Hersteller gibt alle Inhalte für alle frei. Was im Portal sichtbar ist, muss nicht automatisch öffentlich im Shop stehen dürfen.
Zusammenspiel mit PIM und ERP. Wenn du bereits ein PIM betreibst, stellt sich die Frage, was dort liegt und was aus OXOMI kommt. Beides parallel zu pflegen ist der Zustand, den man vermeiden will.
Wie wir dabei vorgehen
Wir sehen uns zuerst an, was tatsächlich gebraucht wird: Welche Inhalte sollen wo im Shop auftauchen, und für welche Artikel gibt es sie überhaupt? Daraus ergibt sich, ob die JavaScript-Einbindung reicht oder ob Daten über die API dauerhaft ins eigene System sollen.
Danach klären wir die Nummernzuordnung, bauen die Einbindung auf einer Testumgebung auf und prüfen an echten Artikeln, ob Treffer und Ladezeiten stimmen. Erst dann geht es live.
Wenn du noch auf Frontend 1.0 läufst, machen wir den Umstieg im selben Zug.

