Shopware Hosting für B2B-Händler: Warum ein grüner Server nicht reicht
Shopware Hosting für B2B-Händler: was der Hoster abdeckt, was ein Shop im Werkzeughandel zusätzlich braucht und warum Betrieb aus einer Hand mehr ist als ein grüner Server.
Montagmorgen in einem Werkzeughandel, fünfzehn Leute, gut fünfzigtausend Artikel im Shop. Der Shop ist erreichbar. Bestellungen kommen rein. Nichts ist verdächtig.
Um kurz nach acht ruft ein Stammkunde an. Im Shop steht ein anderer Preis als auf seiner letzten Rechnung, und zwei Artikel aus seinem Rahmenvertrag sind angeblich nicht lieferbar.
Die Ursache findet sich nach einer Stunde suchen. Der nächtliche Abgleich mit dem ERP ist am Freitag stehen geblieben. Seit drei Tagen zeigt der Shop Preise und Bestände von Donnerstag. Der Server lief die ganze Zeit einwandfrei, es gab keine einzige Fehlermeldung (weil es auch keinen Fehler im Betrieb gab).
Diese Geschichte höre ich in Varianten immer wieder, und sie hat immer denselben Kern: “Hosting” und “der Shop läuft” sind zwei verschiedene Dinge. Was bedeutet das für dich als Unternehmer?
Was verändert sich im Alltag deines Teams und wie sieht das technisch aus?
Für dich als Unternehmer
Ein Hoster macht seinen Job, und der ist klar umrissen: Server, PHP, Datenbank, Webserver, Backup von Datenbank und Webserver. Wenn der Server nicht antwortet, gibt es ein Ticket, und das wird dann gelöst.
Auch Managed Hosting für Shopware bleibt auf dieser Ebene. Es sorgt dafür, dass die Umgebung läuft, in der Shopware laufen kann. Ob darin gerade ein Import stehen geblieben ist, ob nach dem letzten Plugin-Update der Checkout noch durchgeht, ob seit Mittag keine Bestellung mehr kam: Das sieht der Hoster nicht, und es ist auch nicht seine Aufgabe.
Das Problem ist also nicht der Hoster. Das Problem ist, dass zwischen “Server läuft” und “Shop verkauft” niemand zuständig ist. Der Hoster sagt, der Server ist in Ordnung. Die Agentur sagt, am Code wurde nichts geändert. Und du stehst mit einem Kunden am Telefon, der einen falschen Preis sieht.
Betrieb aus einer Hand heißt, dass es diesen Zwischenraum nicht gibt. Hosting, Anwendung und Monitoring sind eine Zuständigkeit, und die liegt bei uns. Für dich bedeutet das drei Dinge:
- Du erfährst es von uns, nicht von deinem Kunden. Ein stehender Import, eine steigende Fehlerquote, ausbleibende Bestellungen: Das fällt morgens auf, nicht beim Anruf.
- Es gibt eine Nummer. Kein Ping-Pong zwischen zwei Dienstleistern, die aufeinander zeigen.
- Du siehst jeden Tag dieselben Zahlen wie wir. Bestellungen pro Stunde, Zahlungen, Fehlerquote, Verfügbarkeit, auf einem Dashboard, das du als Link bekommst, ohne Login in irgendeine Cloud-Konsole.
Und weil die Frage immer kommt: Der Shop läuft dabei in einem eigenen Cloud-Account nur für deinen Shop, nicht auf einem Server, den er sich mit anderen teilt. Wenn du irgendwann einen anderen Partner willst, nimmst du Account, Infrastruktur und Shop einfach mit.
Was ich nicht verspreche: dass nie wieder ein Import stehen bleibt. Das passiert, weil die Systeme auf der anderen Seite nicht uns gehören. Was ich verspreche, ist, dass du es als Erster erfährst und dass jemand zuständig ist.
Für dich, wenn du den Shop im Alltag betreust
Im Werkzeug- und Industriebedarfshandel hängt an einem Shop mehr als ein Warenkorb. Wenn ich mir anschaue, wo im Alltag die meiste Zeit hineinfließt, sind es fast immer diese fünf Bereiche. Alle fünf liegen zwischen Hoster und Agentur.
Updates und Plugin-Pflege. Shopware liefert regelmäßig Updates, Plugins ziehen nach oder auch nicht. Wer das ein Jahr liegen lässt, hat irgendwann ein Update, das nicht mehr einfach durchläuft. Bei uns ist das Routine mit festem Rhythmus: Du weißt vorher, wann etwas passiert, und bekommst danach Bescheid, was sich geändert hat.
Livegänge. Ein neues Theme, ein Plugin, eine Änderung an der Preislogik. Jede dieser Änderungen kommt auf den Shop, ohne dass währenddessen jemand nicht bestellen kann, und ohne dass hinterher nur eine Person weiß, was geändert wurde.
Schnittstellen. Hier steckt im technischen Handel die meiste Arbeit. enventa oder ein anderes ERP für Artikel, Preise und Bestände, nexMart oder der VTH eData-Pool für Herstellerdaten, OXOMI für Kataloge und Datenblätter. Jede dieser Verbindungen kann stehen bleiben, und der Shop sieht danach völlig normal aus. Deshalb gehört zu jeder Schnittstelle eine Prüfung: Welcher Abgleich muss wann gelaufen sein, und wer bekommt Bescheid, wenn er fehlt.
Monitoring der Anwendung. Nicht “antwortet der Server”, sondern: Wie hoch ist die Fehlerquote, wie viele Bestellungen kommen pro Stunde, gehen Zahlungen durch, laufen die Importe. Das sind die Zahlen, an denen du morgens um acht siehst, ob etwas nicht stimmt.
Lastspitzen mit Ansage. Ein Katalogversand, eine Aktion, ein großer Kunde, der seine Jahresbestellung über den Shop schickt. Solche Tage sind planbar, wenn vorher jemand prüft, ob der Shop sie trägt. Sag uns, wann die Welle kommt, und wir messen vorher, statt danach zu reparieren.
Für deine IT
So sieht der Betrieb bei uns technisch aus. Ob der Shop auf Shopware oder Sylius läuft, ändert daran nichts.
- Eigener AWS-Account pro Shop. Die komplette Infrastruktur steht als Code und ist für jeden Shop derselbe Baustein. Jede Einstellung ist dokumentiert und wiederholbar, kein Server, den nur einer versteht.
- Eine Release-Pipeline für alles. Tests und statische Analyse laufen automatisch, der neue Stand wird rollierend ausgetauscht, der alte lässt sich mit einem Handgriff zurückholen. Updates und Plugins nehmen denselben Weg wie neue Funktionen.
- Alarme, die eine Handlung auslösen. Für jeden Shop gibt es eine Handvoll Alarme: Fehler in der Anwendung, Fehler am Load Balancer, Shop nicht erreichbar, Speicher und Last der Datenbank, Speicher des Caches. Jeder Alarm hat eine klare Aufgabe, alles andere ist eine Kurve im Dashboard.
- Bestellungen und Zahlungen als eigene Kennzahl. Die Cloud kennt Anfragen und Fehlercodes, aber keine Bestellung. Deshalb schreibt der Shop bei jeder Bestellung und jeder Zahlungsänderung eine kurze Zeile, aus der das Dashboard seine Kacheln baut.
- Fehler mit Kontext. Jeder Fehler landet mit dem Zusammenhang der Anfrage im Fehler-Tracking, markiert mit dem Release, mit dem er angefangen hat. Auch Hintergrundaufgaben aus der Warteschlange, die hängen bleiben.
- Schnittstellen im Monitoring. Welcher Import wann gelaufen sein muss, hängt vom ERP und den Datenquellen ab. Diese Prüfung richten wir pro Shop ein.
Wie das konkret aussieht, mit Schwellwerten, Dashboards und dem, was noch offen ist, habe ich am Beispiel des Shops von PoloProfi aufgeschrieben.
Zur Systemfrage: Shopware ist die richtige Wahl, wenn der Standard mit Plugins reicht und dein Team den Admin selbst bedienen soll. Sylius nehmen wir, wenn die Geschäftslogik das eigentliche Produkt ist und der Shop sich dem ERP anpassen muss statt umgekehrt. Der Betrieb dahinter ist derselbe.
Und wenn deine IT den Server behalten will, ist das in Ordnung. Dann übernehmen wir Anwendung, Livegänge, Schnittstellen und Monitoring, und die Zuständigkeiten stehen vorher schriftlich fest.
Hosting hält den Server am Laufen, Betrieb hält den Shop am Verkaufen
Das ist für mich der Unterschied.
Was genau bei uns zum Betrieb gehört, steht auf der Seite Hosting und Betrieb. In welchem Rahmen wir das für deinen Shop übernehmen, zeigt die Paketübersicht. Was im Werkzeug- und Industriebedarfshandel sonst noch dazugehört, steht auf der Branchenseite. Und wenn du erst einmal wissen willst, wo dein Shop gerade steht: Der Shop-Selbsttest dauert rund drei Minuten und braucht keinen Termin.

