Lass uns reden.

Wie möchtest du starten? Beides ist unverbindlich.

Termin buchenKostenloses Erstgespräch, ca. 30 Minuten. Du wählst den Termin.

Oder direkt per Mail: hello@xebro.de

Kategorie Bild Onlineshop
Zurück zur Übersicht

Ratgeber und Shop unter einer Domain: Mit WordPress und Shopware von der Beratung zum Produkt

WordPress und Shopware unter einer Domain: wie Kunden vom Ratgeber zum Produkt finden, dein Team doppelte Pflege vermeidet und welcher Betriebsaufwand entsteht.

Ein Händler für Werkzeug und Industriebedarf will einen Ratgeber schreiben. Welcher Akkuschrauber für welche Werkstatt, worauf es bei Schutzbrillen ankommt, wie man Kleinteile im Lager sortiert. Gute Themen, echte Fragen seiner Kunden.

Ein Weg ist ein Blog-Plugin direkt im Shop. Ein anderer ist WordPress auf einer eigenen Subdomain, zum Beispiel ratgeber.deine-domain.de. Beide Wege können passen. Bei PoloProfi wollten wir Redaktion und Shop getrennt pflegen, für Besucher aber unter einer gemeinsamen Adresse verbinden.

Bei PoloProfi habe ich WordPress und Shopware unter einer gemeinsamen Domain verbunden. WordPress liefert den Ratgeber, der Shop liegt unter /shop/. Das Team pflegt Ratgeber in WordPress und Produkte in Shopware. Besucher gelangen vom Artikel direkt zum passenden Produkt. In diesem Beitrag gehe ich durch, warum, und was das für dich, dein Team und deine IT bedeutet.

Für dich als Unternehmer

Ein Ratgeber beantwortet Fragen, bevor sich jemand für ein bestimmtes Produkt entschieden hat. Mit einem passenden Text zu „Akkuschrauber Werkstatt Empfehlung“ kannst du Kunden schon bei der Auswahl erreichen, nicht erst bei der Suche nach einer bestimmten Artikelnummer.

Vom Ratgeber zum passenden Produkt. Ein Kunde liest, welcher Akkuschrauber für seine Werkstatt geeignet ist. Von dort soll er ohne Umwege zu den passenden Produkten kommen. Unter einer gemeinsamen Domain lassen sich Ratgeber und Shop als zusammenhängende Website betreiben, etwa unter deine-domain.de/ratgeber/ und deine-domain.de/shop/. Das allein verbessert noch keine Platzierung bei Google. Dafür braucht es hilfreiche Inhalte, passende interne Verlinkungen und technisch sauber erreichbare Seiten. Auch ein Ratgeber auf einer Subdomain kann funktionieren. Entscheidend ist, wie gut Inhalte und Produkte miteinander verbunden sind.

Die Redaktion bekommt ein eigenes Werkzeug. WordPress bietet Entwürfe, Benutzerrollen und eine Medienverwaltung. SEO-Funktionen und weitergehende Freigabeprozesse lassen sich ergänzen. Wenn dein Team WordPress bereits kennt, kann das die redaktionelle Arbeit erleichtern. Ob dafür ein eigenes System sinnvoll ist oder ein Blog-Plugin im Shop ausreicht, hängt von euren redaktionellen Anforderungen ab.

Redaktion und Shop getrennt pflegen. Einen neuen Artikel kann dein Team mit den vorhandenen Seitenbausteinen selbst veröffentlichen, ohne eine neue Shop-Version oder einen Entwickler. Ein Shop-Update muss nicht gleichzeitig eine Änderung an WordPress erfordern. Beide Seiten können in ihrem Tempo arbeiten. Vollständig unabhängig sind sie trotzdem nicht: Die Zuordnung der Webadressen und die Verbindungen zwischen den Systemen müssen weiter funktionieren.

Zusätzlicher Aufwand für Einrichtung und Betrieb. Neben dem Shop muss auch WordPress gepflegt, abgesichert und aktualisiert werden. Dazu können Kosten für Erweiterungen kommen. Zwei Systeme unter einer Domain brauchen außerdem eine klare Zuordnung der Webadressen, abgestimmte Cookie- und Suchmaschineneinstellungen und jemanden, der die Verbindung betreut. Das ist der Teil, den xebro im vereinbarten Leistungsumfang übernimmt.

Wann ich dir davon abrate. Wenn dein Team nur gelegentlich einen Artikel veröffentlicht, würde ich zuerst prüfen, ob ein Blog-Plugin im Shop den Bedarf mit weniger Aufwand abdeckt. Wenn der Ratgeber eine eigene Marke sein soll, kann die Subdomain richtig sein. Die gemeinsame Domain kann sich lohnen, wenn Ratgeber ein fester Teil deines Vertriebs sind und Produkte in den Texten auftauchen sollen. Ob der zusätzliche Aufwand passt, hängt auch von den vorhandenen Systemen und den Abläufen deines Teams ab.

Für dich, wenn du den Shop im Alltag betreust

Du schreibst in WordPress, der Shop bleibt der Shop. Ratgeber, Kaufberatung und Vergleich sind eigene Bereiche in WordPress, die dein Team mit dem Seiteneditor pflegt. Bei PoloProfi heißen sie /ratgeber/, /kaufberatung/ und /vergleich/. Produkte, Preise und Bestellungen bleiben ausschließlich in Shopware.

Zwei Spalten: WordPress für Ratgeber, Kaufberatung, Navigation und Rechtstexte, Shopware für Produkte, Preise und Bestellungen.
Wer was pflegt

Produktdaten aus dem Shop statt doppelt pflegen. Im Artikel über Akkuschrauber setzt du drei Produkte als Baustein ein: Bild, Name, Preis, Link in den Shop. Die Produktdaten kommen aus Shopware und werden zwischengespeichert. Ändert sich dort ein Preis, erscheint er im Artikel, sobald die zwischengespeicherten Daten erneuert werden. In diesen Produktbausteinen muss dein Team keine Preise abtippen oder Produktbilder von Hand nachziehen. Angaben im Fließtext oder in selbst gebauten Tabellen bleiben redaktionelle Arbeit. Wie das technisch läuft, steht in Shopware-Produkte im Ratgeber zeigen.

Eine Navigation für beides. Die gemeinsame Hauptnavigation pflegt dein Team einmal in WordPress unter Design → Menüs. Nach dem erfolgreichen Abgleich übernimmt der Shop dieselben Einträge für Desktop und Handy. Links, Bezeichnungen und Reihenfolgen müssen nicht zusätzlich in Shopware geändert werden. Mehr dazu in Eine Navigation für Shop und Ratgeber.

Ein Cookie-Banner. Eine gemeinsame Einwilligungsverwaltung kann die Auswahl der Besucher für Ratgeber und Shop übernehmen. Dafür müssen beide Systeme dieselben Einstellungen auswerten und die jeweiligen Dienste entsprechend steuern. Die gemeinsame Domain allein reicht nicht aus. Bei der Einrichtung muss geprüft werden, ob die Auswahl in beiden Systemen wie vorgesehen wirkt.

Rechtstexte an einer Stelle. Impressum, Datenschutz und AGB liegen in WordPress und werden vom Shop aus verlinkt.

Für deine Entwickler oder IT

Hier liegt der Aufwand, und hier entscheidet sich, ob das Ganze wie eine Website wirkt oder wie zwei zusammengeklebte.

Routing. Vor beiden Systemen steht ein Content Delivery Network, kurz CDN, das Anfragen an das passende System weiterleitet: Unter /shop/ geht es an Shopware, die übrigen Seiten liefert WordPress. Für technische Shop-Pfade gibt es ausdrücklich definierte Ausnahmen. Shopware läuft mit /shop als Teil seiner öffentlichen Adresse, damit jeder Link, den der Shop selbst erzeugt, von vornherein stimmt. Für die technischen Pfade des Shops wie Admin und APIs wird das Präfix am Rand entfernt und als Header weitergegeben, so wie Symfony es erwartet. Für die Storefront bleibt es erhalten, weil Shopware die Domain samt Pfad als Verkaufskanal kennt. Medien, Theme-Dateien und die Sitemap des Shops liegen auf eigenen Pfaden auf Root-Ebene. Diese Pfade werden ausdrücklich an Shopware geleitet und dürfen nicht von WordPress belegt werden. Diese Regeln stehen in einem Routing-Vertrag mit einer Abnahmeliste, die wir lokal und in Produktion identisch durchgehen.

Unter einer Domain leitet ein CDN Anfragen unter /shop/ an Shopware und alle anderen an WordPress. Medien, Theme und Sitemap gehen über eigene Pfade an Shopware.
Eine Adresse, zwei Systeme

Ein SEO-Plugin, klare Zuständigkeiten. Bei PoloProfi setze ich ein SEO-Plugin in WordPress ein. Das ist eine Entscheidung für diesen Aufbau, keine allgemeine Voraussetzung für die Verbindung beider Systeme. WordPress liefert die robots.txt mit den Sitemaps beider Systeme und das Organisations-Markup, einmal für die ganze Domain. Artikel- und Breadcrumb-Markup kommt aus WordPress, Produkt- und Angebots-Markup aus dem Shop. Jedes System setzt seine eigenen, selbstreferenzierenden Canonicals. Suche, Autoren- und Datumsarchive in WordPress stehen auf noindex, Konto und Kasse im Shop ohnehin. Diese Regeln helfen Suchmaschinen, die vorgesehenen Seiten zu erkennen. Doppelte Inhalte verhindern sie nicht automatisch: Zusätzliche URL-Varianten und Überschneidungen müssen wir gesondert prüfen.

Cookies. Die Shop-Session gilt nur unter /shop/. Die WordPress-Anmeldung gilt nur im Backend. Der Consent-Cookie gilt bewusst für die ganze Domain. Keine überlappenden Namen zwischen den Systemen.

Verbindung zwischen den Systemen. WordPress speichert nur Shopware-IDs und rendert Produkte beim Seitenaufbau über die Store-API, serverseitig, mit Zwischenspeicher. Die Navigation geht den umgekehrten Weg: WordPress meldet eine Änderung, Shopware holt das Menü ab und speichert es in einer eigenen Tabelle. Beim Rendern eines Shop-Headers findet kein Aufruf nach WordPress statt. Beide Richtungen tragen ein gemeinsames Geheimnis im Header.

Was noch offen ist. Die Produktlinks aus dem Ratgeber zeigen heute auf die technische Detailadresse des Shops statt auf die sprechende SEO-URL. Das korrigiere ich als Nächstes. Und der Shop verlinkt bisher nur über die Navigation zurück in den Ratgeber. Teaser zu passenden Artikeln auf Kategorie- und Produktseiten stehen auf der Liste.

Wie wir das machen

Dafür setzen wir unseren eigenen Connector ein. Die Plugins sind nicht öffentlich erhältlich. Einrichtung, Betrieb und Pflege sind Teil unserer vereinbarten Leistungen.

Bei PoloProfi laufen beide Systeme in demselben Cloud-Account, mit je einer Pipeline, gemeinsamem Monitoring und einem Ansprechpartner. Was wir für Shop und Ratgeber übernehmen, steht unter Leistungen. Die Übersicht der drei Wege und die Checkliste, ob das Setup zu dir passt, findest du auf der Seite WordPress mit Shopware verbinden.

Was ein Shop grundsätzlich können muss, habe ich in Was ein Online-Shop können muss aufgeschrieben. Dieser Beitrag hier ist der dort versprochene zweite Teil.

Wo liegt dein Ratgeber heute, und wie oft musst du Preise darin von Hand nachziehen?

Weitere Artikel